Ausländische Investitionen

Ausländische Investitionen sind in Venezuela durch einige gesetzliche Texte geregelt. Die wichtigsten sind: Die Verfassung Venezuelas (Constitución Nacional), das Gesetzesdekret zum Schutz und Förderung von Investitionen (Decreto-Ley de Promoción y Protección de Inversiones – DLPPI) und die unterschiedlichen Internationalen Verträge über die Förderung und den Schutz von Investitionen in Venezuela.

Auf internationalem Niveau, gelten die Entscheidungen 291 und 293 der Kommission des Abkommens von Cartagena, eingegliedert als venezolanische Norm durch das Dekret Nummer 2095 vom 13. Februar 1992, Gesetzblatt 2095 vom 25.03.92 an. Venezuela hat auch unterschiedliche bilaterale Verträge zur Förderung und zum Schutz gegenseitiger Investitionen unterschrieben, z.B. mit: Deutschland, Argentinien, Barbados, Kanada, Chile, Dänemark, Ecuador, Spanien, Großbritannien, Litauen, Niederlande, Paraguay, Peru, Portugal, Tschechien, Schweden und die Schweiz unter anderen.

Venezuela hat das Abkommen der MIGA, Multilateralen Agentur der Garantie der Investitionen (Agencia Multilateral de Garantía de Inversiones) unterschrieben. Ebenso, haben die OPIC (Corporación de Inversiones Privadas en Ultramar) und der Nationale Rat für die Beförderung der Investitionen in Venezuela (Consejo Nacional de Promoción de Inversiones – CONAPRI) 1993 ein Abkommen der gegenseitigen Mitwirkung unterschrieben, um die Möglichkeiten für die in Venezuela getätigten Investitionen zu verstärken.

Andere wichtige nationale Gesetze sind z. B.: das Gesetz der Zentralbank von Venezuela (Ley del Banco Central de Venezuela – LBCV), das Organisationsgesetz hinsichtlich Bewilligungen (Ley Orgánica sobre Promoción de la Inversión Privada bajo el Régimen de Concesiones – LC), das Organisationsgesetz hinsichtlich gashaltigen Kohlenwasserstoffen (Ley Orgánica de Hidrocarburos Gaseosos – LOHG), das Organisationsgesetz hinsichtlich Kohlenwasserstoffe (Ley Orgánica que Reserva al Estado la Industria y el Comercio de los Hidrocarburos – LOREICH) und das Organisationsgesetz des Elektrischen Sektors (Ley del Sector Eléctrico – LSE).

Die zuständigen Organisationen sind die SIEX  (Superintendencia de Inversiones Extranjeras) für Ausländische Investitionen und der SAPI (Servicio Autónomo de la Propiedad Intelectual) für das Urheberrecht – geistigen Eigentums. In Venezuela existiert auch ein Nationale Rat für die Beförderung der Investitionen (Consejo Nacional de Promoción de Inversiones – CONAPRI).

Ausländischen Personen können direkt oder über die Schaffung von juristischen Personen in Venezuela investieren.

Hinsichtlich der natürlichen Personen

Die Natürliche Personen können von der diplomatischen oder konsularischen Einrichtung ein Visum des Anlegers verlangen.

Hinsichtlich der juristischen Personen

Juristischen Personen sind im Abschnitt VII des Handelsgesetzbuches (Artikel 200-375) geregelt. In Venezuela existieren offene Handelsgesellschaften (sociedades en nombre colectivo), Kommanditgesellschaften (sociedades en comandita), Aktiengesellschaften (sociedades anónimas) und Gesellschaften mit beschränkter Haftung (sociedades de responsabilidad limitada).

Sobald das Unternehmen gegründet ist, muss es im Steuerverzeichnis, vor der Beaufsichtigung der ausländischen Investitionen, in der Sozialversicherung und vor dem ICES eintragen werden.

In Venezuela existiert eine von der Verwaltungskommission geregelte Kontrolle der Änderungen von Devisen – CADIVI

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