An- und Verkauf von Immobilien

Der Kauf und Verkauf der Immobilien ist im Abschnitt V des Zivilgesetzbuches (Código Civil) geregelt.

Nach dem Artikel 27 des Gesetzes über das Internationale Privatrecht (Ley de Derecho Internacional Privado) wird das venezolanische Recht angewendet, wenn die Vermögensgegenstände sich in Venezuela befinden.

Nach dem venezolanischen Recht kann kein Kaufvertrag über Immobilien  zwischen Ehepartnern stattfinden. Es kann auch kein Kaufvertrag zwischen Eltern und deren Kindern geschlossen werden, wenn die Kinder Vermögen besitzen und die Eltern zuständig für die Vermögensverwaltung sind.

Allgemein wird der Verkauf einer Immobilie in zwei Etappen verwirklicht:

  1. Vorverkauf. Einen Vorverkaufsvertrag zu unterzeichnen, ist ein Brauch in Venezuela, jedoch nicht gesetzlich zwingend. In diesem Dokument werden die Bedingungen des zukünftigen Verkaufs festgelegt: Beschreibung der Immobilie, Preis, Zahlungsform, Zeitraum für die Registrierung des definitiven Verkaufsdokuments, Gesamtbetrag der Garantie, um den Verkauft abzusichern Strafen für den Fall der Nichterfüllung zu vereinbaren.
  2. Unterzeichnung des Kaufvertrages und Registrierung des Kaufvertrages im Grundbuch („Registro Inmobiliario“) am Gelegenheitsort der Immobilie.

Für die Registrierung von Immobilien bei der zuständigen Behörde in Venezuela benötigt man Folgendes:

  • Rechtsanwaltlich abgefasstes Verkaufsdokument und Visum der beteiligten.
  • Kopie des Personalausweises der Aussteller.
  • Originale und Kopien des Verzeichnisses von steuerlicher aktualisierter Information (RIF), von jedem der Aussteller.
  • Falls der Käufer eine juristische Person ist, muss ein Dokument des letzten Aktualisierungsprotokolls der Gesellschaft und eine Kopie des Personalausweises des gesetzlichen Vertreters vorliegen.
  • Katasterspielmarke (wenn diese Rechnung an eine vom aktuellen Eigentümer verschiedene Person geht, muss man die Änderung des Namens vornehmen)
  • Zahlungsfähigkeit der Steuer “Derecho de Frente”.
  • Wasserzahlungsfähigkeit der Immobilie (Wenn es um eine Wohnung geht, die Zahlungsfähigkeit des Mitbesitzes vorher erlangt sein muss)
  • Hauptwohnungsverzeichnis. Falls Sie die Immobilie nicht als Hauptwohnung registriert haben, müssen Sie 0,5 % des Verkaufspreises der Immobilie bezahlen. Diese Zahlung wird mittels den von der Steuerbehörde (SENIAT) ausgegebenen Formulars an ein Kreditinstitut vorgenommen, das dazu autorisiert ist, Zahlungen an das Bundesschatzamt entgegen zunehmen. Man muss die Zahlungsbeleg einfordern.
  • Zahlung der Rechte des Grundbuchamts: Gemäß der Berechnung des Grundbuchamts an die von Grundbuchamt mitgeteilte Bankverbindung.
  • Zahlung der städtischen Steuer: Steuer, die an das zuständige Bürgermeisteramt des Immobilienkaufs bezahlt wird.

Ich empfehle Ihnen:

  • Möchten Sie verkaufen, dann fangen Sie rechtzeitig mit der Erledigung der notwendigen Dokumentationen für die Registrierung der Immobilie an.
  • Möchten Sie kaufen, dann überprüfen Sie vor Unterzeichnung des Kaufsvertrages ob die Immobilie frei von Belastungen ist (Beschlagnahme, Verbot zu veräußern und zu belasten).

Es existieren spezielle Bedingungen, wenn ein Miteigentümer gestorben ist, oder wenn die Immobilie einem Minderjährigen gehört oder im Falle der Scheidung.

Wenn einer der Eigentümer von der Immobilie gestorben ist, müssen die Erben die Erbschaftserklärung abgeben und die entsprechende Erbschaftssteuer bezahlen.

Im Falle der Scheidung muss der Verkäufer, wenn der andere mit dem Verkauf nicht einverstanden ist zu verkaufen, die eheliche Vermögensauflösung und das Eigentum an der betretten Immobilien nachweisen.

Wenn unbewegliche Güter im Eigentum eines Minderjährigen stehen, wird die Erlaubnis des Schutzgerichts des Kindes und des Jugendlichen erforderlich.

Wenn man eine Vollmacht benötigt, muss diese registriert und nicht nur notariell beglaubigt sein.

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